Marketing #kurzundknackig: Warum Sie Ihre Seite NICHT für Suchmaschinen optimieren sollten, sondern …

von Robin Steinheimer

Suchmaschinenoptimierung ist ein sehr großes Thema im Online Marketing, logisch. Aber warum sollten Sie gerade das eben NICHT für die Maschine tun?

Worauf sollten Sie denn dann achten, wenn Sie Ihre Seite optimieren wollten? Mehr dazu in der heutigen Ausgabe von Marketing #kurzundknackig!

Shownotes / Links:

Zum Thema Blogging gibt es noch so viel mehr zu sagen, natürlich kann ich aber solche wertvolle Informationen nicht einfach preisgeben.Also … zumindest hier nicht. In meinen Mails bin ich deutlich gesprächiger 😉

Transkript:

Servus, Robin Steinheimer hier. Wir sind mit dem Live-Mitschnitt auf Persicope einen Tag zu spät. Gestern war einfach zu viel los, weshalb wir Marketing #kurzundknackig auf heute verschoben haben.

Heute haben wir das Thema: „Suchmaschine – Warum sie nicht für die Maschine optimieren sollten, sondern …“ – und genau das ist der Knackpunkt.

Es kommt immer häufiger vor, dass Leute mich fragen, wie es funktioniert Webseiten für Suchmaschinen zu optimieren – wie passt das, wie macht man das und so fort. Es ist aber so, dass man das gar nicht machen sollte.

Denn die Suchmaschine werden ja immer intelligenter. Und die Suchmaschinen wollen eines erreichen und zwar relevante Ergebnisse für die Benutzer zu liefern. Wenn wir eine Webseite machen und die für die Maschine optimieren, dann erkennt das die Maschine mittlerweile.

Die Maschine sagt dann „O.K., das ist nicht das, was wir suchen. Wir suchen Seiten, die für Benutzer optimiert sind. Und deshalb sollten Sie ihre Webseite für Benutzer optimieren und nicht für die Suchmaschine.

Für den Leser optimieren

Das kommt dann nämlich automatisch. Wenn sie ihre Webseite nach so ein paar Punkten aufbauen und zwar versuchen, dass es für den Nutzer möglichst einfach zu konsumieren ist, möglichst attraktive Inhalte bieten. Dann wird ihre Seite auch für Suchmaschinen optimiert.

Die Suchmaschinen erkennen das. Sie legen Wert auf bestimmt Punkte. Und das sind auch die Punkte, auf die Ihre Benutzer Wert legen. Da die Suchmaschinen eigentlich eine Künstliche Intelligenz wird, die immer besser und schlauer wird, müssen Sie darauf achten.

Was sind das für Punkte? Was sind das für Punkte, die für den Benutzer wichtig sind. Für den Benutzer ist es in erster Linie wichtig, dass er die Webseite möglichst einfach konsumieren kann.

Es ist also nicht so, dass die Benutzer in der Regel kommen und sagen: „Hey, ich habe hier eine Webseite und ich habe stundenlang Zeit, mich damit auseinander zu setzen.“

Schnelles Wissen in kurzer Zeit

Die Nutzer möchten hingegen in der Regel schnell Wissen ansammeln. Schnell Informationen bekommen. Sie müssen übersichtlich vorgehen. Nutzer lesen auch Texte anders auf dem Bildschirm als in Papier, in einem Buch oder in einer Zeitung.

Deshalb sollten die Seiten entsprechend aufbereitet sein. Das sind so Punkte wie die Länge von Sätzen und anderes:

  • Wie viele Wörter sind in einem Satz
  • Wie viele Silben sind in einem Wort
  • Wie viele Sätze sind in einem Paragraphen
  • Wie groß ist die Schrift eingestellt
  • Wie groß ist der Zeilenabstand
  • Wie sieht die Formatierung von fettgedruckten Dingen aus
  • Wie sieht die Formatierung von kursiven Inhalten aus
  • Wie sieht es aus mit Formatierungselementen (wie Aufzählungslisten, interaktive Medien wie Bilder und Videos)
  • Wie sind diese Medienelemente aufbereitet, benannt und wie stark sind beispielsweise Youtube-Videos auf der Plattform an sich gelistet zu dem Thema
  • Was für Links schicken die Nutzer nach draußen zu weiteren relevanten Seiten
  • Wie ist Ihre Seite hinsichtlich der Überschriften strukturiert
  • Wie viele Paragraphen sind zwischen den einzelnen Überschriften

Und so weiter, und so fort. Das sind also erst einmal die Punkte auf die sie achten sollten. Mehr braucht es eigentlich gar nicht.

Das heißt, Sie müssen vorher schon analysieren, was die Fragen sind, nach denen die Nutzer suchen. Also nicht beispielsweise der Überbegriff Restaurant, sondern etwas genauer wie „gute Italiener in Frankfurt“ oder „bestes Sushi-Restaurant im Rhein-Main-Gebiet“.

Das sind eher die Fragen, auf die Sie sich einlassen sollten. Das erkläre ich dann in ein oder zwei anderen Folgen, da habe ich das schon mal gezeigt. Wie auch auf meinem Blog robin-steinheimer.de können sie auch etwas mehr zu Longtail-Keywords und andere Suchmaschinen-Analysen lesen.

Wenn sie ein Thema haben, sollten sie es auf eine gewisse Art und Weise in den Inhalt einbauen. Es bringt nichts, wenn sie für ein italienisches Restaurant in Frankfurt ranken wollen, wenn Sie über eine Parkanlage in Berlin schreiben.

Schlechte Beispiele

Da sollten Sie schon gucken, dass das Thema passt. Aber das ist ja auch Sinn der Sache. Ich gehe jetzt mal rüber zu meinem Rechner. Da zeige ich Ihnen mal ein paar Beispiele, wie Webseiten unterschiedlich wirken könne, wenn sie so strukturiert sind, wie ich das eben angesprochen habe.

Ich habe dazu schon einmal zwei Beispiele herausgesucht. Das erste Beispiel ist von meinem eigenen Blog. Der relativ alte Artikel „Wie du mit der SMART-Methode Ziele erreichst„. Den scrolle ich mal durch. Sie müssen sich auch immer überlegen: Wie nutzen jetzt die Besucher Ihre Webseite.

Und zwar benutzen sie die folgendermaßen. Sie fangen an und scrollen erst mal in einer gewissen Geschwindigkeit durch. Die lesen nicht Ihre Seite, sie scannen.

Wenn Sie unten angekommen sind, gehen sie wieder hoch. Entweder verlassen sie dann die Seite oder sie beginnen sie zu lesen. Wenn sie dann anfangen zu lesen, beginnen sie auch nicht beim ersten Wort und hören beim letzten Wort auf.

Die Nutzer suchen sich den Bereich heraus, den sie gerne lesen wollen. Die Frage ist jetzt: Ist diese Seite die ich Ihnen zeige ein gutes oder ein schlechtes Beispiel? Es ist kein ganz schlechtes Beispiel. Aber es ist auch nicht gut.

Es ist schon schlecht, aber es geht noch schlechter. Also, was ist an dieser Seite schlecht? Die großen Textblöcke im Artikel wirken viel zu aufwendig, diese zu lesen. Wenn ich weiter scrolle, kommt auch wieder ein riesengroßer Textblock. Der Nutzer denkt sich: Oh mein Gott, da brauche ich viel zu viel Zeit, um das zu lesen.

Es ist zwar auch mal ein Bildchen drin, das jedoch eher nichtssagend ist. Wenn ich das so weiter durch scrolle, dann habe ich so das Gefühl, dass ich hier viel Zeit bräuchte, um die Seite zu lesen.

Was ist an der Seite ganz gut? Dass es ein Inhaltsverzeichnis gibt. Da gibt es auch Plugins, die das automatisch generieren. Ich füge den Link zu diesem Plugin unter den Artikel ein – oder in den Shownotes dieser Persicope-Folge.

Was ist noch gut? Es sind Überschriften und Zwischenüberschriften gesetzt. Die sind zwar nicht besonders gut, aber der Text ist wenigsten ein bisschen unterteilt.

Was ist noch gut? Die Schriftgröße ist in Ordnung. Wichtig hierbei ist hier, dass ich eine Serifen-Schrift gewählt habe. Die nutzen auch Zeitungen und sie ist in kleineren Texten einfach zu lesen.

Das nächste ist, dass der Zeilenabstand auch gut gewählt ist. Da ist Platz zwischen den Zielen. Die Lesbarkeit des Textes ist also schon recht gut. Jetzt zeige ich Ihnen mal, wo es etwas besser gemacht ist. Auch auf meinem Blog.

Gutes Beispiel – gefettete Wörter

Das ist der Test vom Instabuilder „Test: Instabuilder 2.0 Review – Landing Page Generator“ (https://www.robin-steinheimer.de/landing-page-generator-instabuilder-im-test.html). Hier sieht man, dass ich nach nur vier Wörtern einen neuen Paragraphen gemacht habe. Das ist in der Einleitung natürlich sehr extrem.

Wenn wir mal durch die Seite scrollen, merken Sie, die wirkt viel einfacher zu lesen, als es die anderen tun. Das liegt daran, dass so kurze Sätze und so kurze Paragraphen gewählt sind. Es sind auch immer auflockernde Elemente drin – wie zum Beispiel eine Aufzählung.

Natürlich ist der Text mit Zwischenüberschriften gegliedert. Dann wende ich noch eine Technik an, die nenne ich „kurz und knackig-gefettet“. Also nicht wild irgendwo im Paragraphen fetten, sondern immer nur am Anfang die ersten zwei bis drei Wörter des Paragraphen.

Dadurch wird das Scannen erleichtert. Die wichtigsten Kerninformationen habe ich innerhalb der fettgedruckten Anfänge des Paragraphen. Wer es genauer wissen will, der beginnt den Abschnitt zu lesen.

Beim Durchscrollen der Seite habe ich nur durch die Überschriften und die gefetteten Wörter den Inhalt schon erfasst. Dann kommt auch mal eine Aufzählung und immer wieder ein Bild. Die Bilder sind hier aussagekräftig und zeigen das Programm , das besprochen wird.

Einfach zu konsumieren

Damit wird mir auch visuelle unterstützend gezeigt, wie etwa das Programm aufgebaut ist. Es ist also einfach zu konsumieren. Ich kriege die Informationen sehr schnell rüber.

Ich habe noch mal ein anderes Beispiel. Das ist auch ein Blog-Artikel von einer anderen Seite. Der ist sehr unstrukturiert. Da sind Wörter mitten im Text gefettet, die mir nichts sagen. Die Textblöcke sind lang.

Ein ähnlicher Artikel aus dem Blog, den ich schon mal vorstrukturiert habe mit Inhaltsverzeichnis und Überschriften. Auch die Sätze und Paragraphen sind kürzer. Auch die gefetteten Anfänge sind wieder da. Die Hauptinformationen sind verteilt.

Die fettgedruckten Teile am Anfang, fassen das zusammen, was hinten dran steht. Dadurch muss der Nutzer nur das vorne lesen und weiß schon, um was es geht. Dann kann er überlegen, ob er tiefer reingeht oder nicht.

Das war’s, was ich eigentlich zeigen wollte. Das ist auch ein sehr interessantes und umfangreiches Thema. Aber es geht darum, nicht für die Suchmaschine zu optimieren, sondern für den Leser. Sehen Sie zu das Ihre Inhalte leicht zu konsumieren sind.

Kommen Sie auf meine Blog robin-steinheimer.de und schauen sie sich das dort an. Da ist es an vielen Stellen gut gemacht. Nicht in allen Artikeln, aber man lernt ja stetig dazu.

Also, bis zum nächsten Mal. Tschau!

Robin Steinheimer

Robin Steinheimer

Personal Branding & Online Business Stratege bei Konzept Steinheimer GmbH
Mein Name ist Robin Steinheimer, 38, Internetverrückter, begeisterter Wanderer und Koch mit einem Faible für gesunde, leckere Küche.
Robin Steinheimer